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Inge Tempelmann
Coach und Autorin, Lüdenscheid

Inge Tempelmann - Coach und Autorin, Lüdenscheid

Ich unterstütze die Ausstellung Repressive Religiosität, weil…
wir gerade als Christen, die Gott in ihrem Leben ernst nehmen und die seine Güte vielfältig erlebt haben, aus meiner Sicht eine große Verantwortung haben, Misstände und „Verquertheiten“ innerhalb christlicher Gemeinschaften konkret zu benennen. Fromme Gewalt macht die christliche Botschaft unglaubwürdig. Sie verunehrt den Namen Gottes und verschließt Menschen die Lebensqualität, die Jesus Christus ihnen in echter Liebe anbietet.

Albrecht Kümmerer - Arzt für Allgemeinmedizin, Obersontheim

Albrecht Kümmerer - Arzt für Allgemeinmedizin, Obersontheim

Albrecht Kümmerer
Arzt für Allgemeinmedizin, Obersontheim
Ich unterstütze die Ausstellung Repressive Religiosität, weil…
ich immer wieder mit der Not durch geistlichen Missbrauch in Berührung komme. Erst bei näherem Hinsehen und bei wachsender Sensibilität diesem Thema gegenüber wird klar, welche Bedeutung es wirklich hat. Dann nämlich lässt sich erkennen, dass beispielsweise Gewalt in der Erziehung eine Wurzel für seelische aber auch körperliche Nöte bzw. Erkrankungen ist. Gerade auch subtile „fromme“ Gewalt, die mit schlechtem Gewissem oder mit der Angst vor der „ewigen Verdammnis“ arbeitet,  kann vielfältige Störungen auslösen.
Ein Weg für die Betroffenen aus dieser schlimmen Situation ist eine qualifizierte psychologische Begleitung, die das verfälschte Gottes- bzw. Vaterbild revidieren kann. Mit Hartmut Schott kenne ich einen Menschen, der Opfer geistlichen Missbrauchs über seine Bilder erreichen und ihnen psychotherapeutische Hilfe anbieten kann.

Johannes Hilliges
Pastor, Nürtingen

Johannes Hilliges - Pastor, Nürtingen

Johannes Hilliges - Pastor, Nürtingen

Ich unterstütze die Ausstellung Repressive Religiosität, weil…

  • das Thema „fromme Gewalt“ unter uns oft noch ein Tabu-Thema ist.
  • weil ich davon träume, dass unsere Gemeinden Orte der Heilung sind und Schutzräume bieten.
  • weil es für mich als Pastor wichtig ist, mich selbstkritisch mit dem Thema „fromme Gewalt“ auseinander zu setzen.
  • weil wir dringend Ebenen und Räume brauchen, wo wir miteinander über erlittene fromme Gewalt reden können.

Hanne Baar
Autorin, Würzburg

Hanne Baar - Autorin, Würzburg

Hanne Baar - Autorin, Würzburg

Ich unterstütze die Ausstellung Repressive Religiosität, weil…
ich daran denke, was für eine wichtige Aufgabe es ist, zu helfen, dass Gott mit Freiheit und Freiwilligkeit assoziiert wird, es sind ja fast verschiedene Begriffe für ein und dasselbe, der „Gott, der uns frei lässt“, „Gott und Freiheit“, „Freiheit und Freiwilligkeit“.

Dr. Ludwig D. Eisenlöffel
Dozent, Schliersee

Dr. Ludwig D. Eisenlöffel - Dozent, Schliersee

Dr. Ludwig D. Eisenlöffel - Dozent, Schliersee

Ich unterstütze die Ausstellung Repressive Religiosität, weil… Hartmut Schott aufgrund seiner eigenen Biographie als „Insider“ gilt und retrospektiv mit genügendem Abstand mit Worten und Bildern auf einen erzieherischen Notstand hinweist, der immer mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit tritt.
Dieser besteht darin, dass christliche Eltern und Erzieher mit zu kurzschlüssigen Motiven das ihnen wichtige ethische und religiöse Wertesystem auf ihre Kinder oder Schüler übertragen wollen. Manche tun es aus wirklichen Gewissensgründen, weil sie es Gott gegenüber versprochen oder beschlossen haben. Andere tun es aus purem Ehrgeiz und trauen es sich selber zu, ihre Sprösslinge „zu guten Christen“ zu machen.
Leider entscheiden sich christliche Eltern und Erzieher nur zu oft, ihr hehres Ziel mit psychologischem  Druck oder gar mit autoritativer Gewalt durchzusetzen. Dann wird aus der Frohbotschaft des Evangeliums eine Drohbotschaft strengster Gesetzlichkeit. Und mit diesem Instrument verletzen sie die Seelen ihrer Kinder oft so tief, dass diese ihr übriges Leben lang mit Gott und „seiner“ Hölle nichts mehr zu tun haben wollen.
Es spricht für den eigenständigen und besonnenen Charakter von Hartmut Schott,  dass er die „Eisschicht“ der ihm widerfahrenen gut gemeinten aber schlecht vollzogenen christlichen Erziehung aufbrechen konnte und durch das Gestrüpp menschlicher Abschreckungen hindurch dennoch zu dem Kern der guten göttlichen Absichten mit uns Menschen vor gestoßen ist. Ich wünsche ihm bei der Vermittlung des Evangeliums durch Wort und Bild den Erfolg, den er wegen seiner Initiative verdient. Mögen ihm viele betroffene junge Menschen, aber auch deren Eltern und Erzieher dafür dankbar sein.

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